Seite
  • 24.09.2015
    Auf Turi2 berichtet Julian Heck von „Mentions“. Die LIVE-Streaming-Funktion von Facebook soll nun für verifizierte Nutzer, die ein iPhone besitzen, offen sein. Heck bezieht sich auf einen Artikel in Mashable. Die bislang in Deutschland nur für Promis nutzbare App stellt neben der Streaming-Funktion noch mehr Kontrollfunktionen über die Distribution des User-Inhalts zur Verfügung.
  • 24.09.2015
    Der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) hat die deutsche Pressestelle von Kaspersky Lab als „Pressestelle des Jahres“ in der Kategorie „Unternehmen“ ausgezeichnet. Corporate Communications Manager Stefan Rojacher hat die Trophäe mit dem goldenen Apfel am 17. September auf der Gala des Bundesverbandes in Berlin entgegen genommen.
  • 15.09.2015

    Das eBook ist das dicke Brett unter den Content-Angeboten. Gut gemacht, sollte es die Erwartungen des Lesers ähnlich wie beim klassischen Buch erfüllen. Wer viel zu erklären hat und Inhalte mit Substanz bieten will, ist sicher gut beraten, ein eBook zu erstellen. 

  • 15.07.2015

    Nach eigenen Angaben und der Meinung von Experten ist Pinterest in der Gunst der Social-Media-Fangemeinde auf dem Weg nach oben. Bilder und Fotos, die als sogenannte Pins an die elektronische Pinnwand geheftet werden, sind der Dreh- und Angelpunkt von Pinterest. Aber nicht die von Hund, Katz‘ und Maus bei Omi im Garten, sondern von Produkten und Ideen. Social Media kreativ?

Seite

Trolle und Hashtags

12.08.2016

Social Media Tipps 3


Reaktion von ProSieben auf den sexistischen Tweet eines Users

Es sollte selbstverständlich sein, dass Sie User von Ihrer Social-Media-Präsenz - zum Beispiel der Facebook Fanpage - im Falle von Beleidigungen, verfassungsfeindlicher Rhetorik oder Fäkalsprache verbannen – ohne wenn und aber. Ein Social Media Team sollte sich allerdings auch mit dem Mechanismen in Social Media Kanälen auseinandersetzen und die Rolle von Trollen nüchtern bewerten, um dann vor und hinter den Kulissen die richtigen Antworten zu finden.

Als die ProSieben-Moderatorin Rebecca Mir auf Twitter sexistisch beleidigt wurde, reagierte das ProSieben-Team sofort mit einem Gegentweet, der mit einer Anzeige drohte. Aus Sicht von Pro7 eine verständliche Reaktion, und es war sicher richtig, dass die Redaktion des Pro7-Twitterkanals sich vor ihre Moderatorin gestellt hat.

Don't feed the troll

Es war die richtige Reaktion – vor allem in Sinne des Trolls, der eine solche Antwort als Auszeichnung betrachtet. Weniger Futter für den Troll wäre besser gewesen. Wir hätten lieber geschrieben: „Hallo Elektrosynek. Aus einer Laune heraus schreibt man viel, doch Dein Beitrag ist eine Beleidigung unserer Moderatorin.“ Die weiteren Schritte, wie etwa das Melden des Accounts an Twitter und die Anzeige hätten wir lieber im Stillen getan. Vielleicht wäre in der Folge noch eine kleine Welle von weiteren Kommentaren entstanden, aber nicht gleich der Hashtag #Pro7Boykott, der auch heute immer wieder gern genommen wird, wenn Zuseher nicht zufrieden sind mit dem Programm. Der Tag brachte es in die Twitter Trends und löste verwunderte Artikel aus, wie etwa von Kerstin Rottmann in der Welt.

Mit Aufmerksamkeit für unpassende Kommentare sollte man sehr sparsam umgehen. Je mehr ein Social Media Team auf verbale Querschläger im Netz eingeht, desto mehr fühlen sich diese befeuert. Wenn man das Social Web als digitalen Zoo betrachtet, in dem sich Soziale Tiere tummeln, dann sind Trolle die Zecken, die Hyänen oder auch die Spassvögel – je nach Fall und Troll. Fast nie sind Trolle geistig minderbemittelte Prekariatsgestalten, oft genug sind sie normal und intelligent, wenngleich mit einem gewissen Drang nach Tourette und Underground behaftet. „Trolle, Alltagssexismus und Hashtags“ beschreibt das recht gut.

Know the troll

Dieselben Autoren sind so fair oder neugierig, auf medium.com auch einen veritablen Troll zu Wort kommen zu lassen. Da zeigt sich, dass zumindest dieser Troll, aber ich glaube auch viele andere Trolls, die Mechanismen des Social Web gut beherrscht, hinterfragt und eine anarchistische Gegenstrategie entwickelt hat.

Es gibt simple Pöbler, aber gerade die Troll-Szene begreift sich als Underground, der durchaus moralische und gesellschaftliche Ansprüche hat. Weil sie Underground sind, entwickeln sie oft eine eigene Sprache oder einen Code, den man nicht mit mangelnden Rechtschreibkenntnissen verwechseln sollte. Das ist vergleichbar mit Jugendjargon, einer Kiezsprache oder den Codes der Sprayer. Es ist also leicht, Trolls misszuverstehen – und man sollte nicht versuchen, ihren Code nachzuahmen.

Es gibt kein Handbuch für den richtigen Umgang mit Trolls. Hohe Toleranz, möglichst nicht füttern, und wenn, ganz trockenes Futter zurückgeben, bis hin zu der Taktik, die doppelte Ironie der Trolls nochmals zu doppeln sind mögliche Reaktionen.

Coverbild: Fotolia/denzorr. Listenbild: Screenshot des Pro7-Tweets

| |
Kontakt
|
drucken
Der Autor
Weitere Themen
Seite
  • Mitarbeiter und Facebook

    Schon lange vor dem Bekanntwerden von „Cambridge Analytica“ hatte Facebook, die Mutter al…

  • News von essential

    Seit langem finde ich die Zeit, wieder einmal etwas auf der eigenen Website zu posten. Ich war doch…

  • Trolle und Hashtags

    Es sollte selbstverständlich sein, dass Sie User von Ihrer Social-Media-Präsenz - zum Beispiel der …

Seite

Sie haben Fragen?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, unsere Mitarbeiter helfen Ihnen gerne.

essential media GmbH
Landwehrstraße 61
80336 München

Tel.: +49 89 747262-10
Fax: +49 89 747262-17
E-Mail: info@essentialmedia.de